Corona-Alltag in der Gemeinde Arni

Die Aktivitäten in der Gemeindekanzlei sind stark zurückgegangen. Es gibt kaum mehr externe Besuche in unserer Verwaltung, auch wenn wir mit Desinfektionsmitteln, einer Plexiglasscheibe beim Schalter und Einhaltung der Abstandsvorschriften vorgesorgt haben. Auch die briefliche Korrespondenz ist merklich zurückgegangen. Dementsprechend versuchen wir nun, sowohl Überzeit- als auch Feriensalden der Angestellten zu reduzieren.

In den übrigen Abteilungen Bauverwaltung, Finanzen, Soziales etc. läuft das Tagesgeschäft beinahe normal. Projekte vor allem im Baubereich sind aber leider auf Eis gelegt oder erleiden Verzögerung, da die dafür notwendigen Besprechungen aufgrund der BAG-Vorgaben nicht stattfinden können.

Die letzte Gemeinderatsitzung haben wir physisch nicht mehr durchgeführt. Traktanden wurden von der Verwaltung sorgfältig vorbereitet und anlässlich der einzeln durchgeführten Aktenauflage zusammen mit den Zahlungsaufträgen abgesegnet. Kurzfristig notwendige Entscheide können im Übrigen in unserer Gemeinde auch per Zirkularentscheid verabschiedet werden.

Regionale oder gemeindeüberschreitende Aktivitäten wurden praktisch alle abgesagt. Einzig die Vorstandsitzung des Alterszentrums am Bach wurde per Telefonkonferenz durchgeführt.

Für uns als Gemeinde generell ist noch offen, ob die Sommer-Gemeindeversammlungen durchgeführt werden können. Gemäss Gesetz müsste die Vorjahresrechnung noch vor Mitte Jahr durch den Souverän abgenommen werden. Beim gegenwärtig geltenden Versammlungsverbot ist das allerdings nicht möglich. Der Regierungsrat hat hier allerdings bereits die Frist bis 31. Dezember 2020 erstreckt und es sind diesbezüglich Abklärungen am Laufen. 

Privat habe ich mich sehr gut an das neue Regime gewöhnt, obwohl ich ebenfalls zur Risikogruppe gehöre. Solche Krisen bieten auch Chancen, die es zu packen gilt. Insbesondere ist es eine exzellente Möglichkeit zu entschleunigen, den Alltagsdruck abzubauen und möglicherweise zu hinterfragen.

Corona hat mich neben meiner Frau mit Nachdruck dazu gebracht, regelmässige, längere Spaziergänge zu unternehmen. Das unterstützt die Fitness und hilft sehr stark, den Kopf zu durchlüften und neuen Gedanken nachzugehen. Interessanterweise sind heute aber nicht viel mehr Leute unterwegs als vor Corona – mit Ausnahme der «Hündeler». Schade!

Die Ausgangssperre infolge des Coronavirus gibt mir auch die Zeit, alte und ganz alte Pendenzen abzubauen, aber auch – ganz wichtig – wieder einmal ein gutes Buch zu lesen und das in vernünftiger Zeit abzuschliessen.

Die Ausgangssperre hilft auch unserer Umwelt. Unglaublich, wie stark sich die Umwelt bezüglich Verschmutzung verändert hat. Satellitenbilder zeigen Veränderungen, die ich nie für möglich gehalten hätte.

Packen wir also die Chancen und machen das Beste aus dieser Situation. Lassen Sie sich aber auch helfen, wenn Sie Hilfe benötigen, und nehmen Sie einmal mehr als früher das Telefon in die Hand, falls Sie sich austauschen möchten.. Jedenfalls wünsche ich Ihnen und Ihren Familien gute Gesundheit.

Heinz Pfister, Gemeindeammann Arni

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