Chinderhuus / Chinderhort Sternschnuppe

Ich heisse Janine Fröhli und bin die Gründerin und Leiterin vom Chinderhuus und Chinderhort Sternschnuppe in Jonen. 

Zu meinen Hauptaufgaben gehört, dass ich für einen reibungslos funktionierenden Betrieb verantwortlich bin. Ich beschäftige mich mit dem Personal, mit der Administration und mit pädagogischen Aufgaben. Ich bilde die Lernenden in unserem Betrieb aus und trage die Verantwortung für die uns anvertrauten Kinder. Auch die Elternarbeit ist ein wichtiger Bestandteil meiner Tätigkeit. 

Seit Anfang März hat sich mein Aufgabengebiet enorm verändert. Als die Schulen schweizweit geschlossen wurden, habe ich angefangen zu realisieren, was das alles für Auswirkungen auf meinen Betrieb haben kann. Die grösste Angst war, die Krippe über eine längere Zeit schliessen zu müssen. Viele Fragen schwebten durch meinen Kopf, die mir aber zu dem Zeitpunkt niemand beantworten konnte: Bleibt die Krippe offen oder muss sie geschlossen werden? Was geschieht mit unseren monatlichen Einnahmen? Wie begleiche ich alle Ausgaben wie Löhne, Miete, Rechnungen? Was geschieht mit meinen Angestellten / Lernenden? Können wir die Abschlussprüfung Mitte März wie geplant durchführen?

Das Schwierigste für mich war meine eigene Überforderung mit der Situation sowie die Angst, den über Jahre aufgebauten Betrieb nicht mehr über Wasser halten zu können. 

Mit dieser Unsicherheit kamen auch viele Eltern auf mich zu. Oft wurde ich gefragt, wie es nun weitergeht. Die Hygienemassnahmen wurden sofort aktualisiert. Die Eltern wurden fortlaufend über die aktuellen Anweisungen des Bundes informiert. Während dieser Zeit mussten wir einen Tag nach dem anderen in Angriff nehmen und mit dieser Ungewissheit leben. 

Am 20. März erhielten wir das erlösende Schreiben: Das Kinderbetreuungsangebot im Kanton Aargau soll aufrecht erhalten bleiben. Das war eine riesengrosse Erleichterung für die Eltern, mich und meinen Betrieb. Ab diesem Tag stellten wir uns voller Motivation unseren neuen und herausfordernden Aufgaben. 

Die Schultage unserer Lernenden finden nun bei uns in der Krippe statt. Die Anzahl der betreuten Kinder ändert sich von Tag zu Tag. Die Familien entscheiden selber, ob sie ihre Kinder in die Krippe / Hort bringen. An einem Tag sind fast alle Kinder da, am darauffolgenden nur noch ein Drittel. Flexibel und spontan planen wir die Arbeit mit den Kindern. Jeden Morgen werden die Hortkinder mit Aufgaben gefördert. Trotz dieser turbulenten und irrealen Zeit versuchen wir, den Kindern einen schönen Tag mit ihren Freunden zu bereiten. Der Alltag wird angepasst und wir schätzen sehr, dass wir zur Arbeit gehen dürfen. Die gewohnten Abläufe in der Krippe geben uns eine gewisse Normalität zurück. 

Bis jetzt haben wir das Glück, dass sich niemand im engeren Umfeld mit dem Virus infiziert hat. Jedoch ist uns bewusst, dass mit dem täglichen Kontakt der Kinder und deren Familien ein erhöhtes Risiko besteht. Wir unternehmen alle Anstrengungen, um die Ausbreitung des Coronavirus nicht voranzutreiben.

Wir versuchen, positiv in die Zukunft zu blicken, und geben jeden Tag unser Bestes.

Janine Fröhli, Chinderhuus und Chinderhort Sternschnuppe, Jonen

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