Ostern – ohne Familienfest?

Diesen Text haben wir am Ostermontag erhalten, wegen eines Versehens aber noch nicht veröffentlicht. Gerne reiche ich ihn jetzt nach – er bleibt aktuell. (Reto Studer)

Ja, auch ohne den gewohnten Osterbrunch mit den Söhnen und ihren Familien war es Ostern. Wir haben den Enkelkindern in unserem Garten Nestchen versteckt. Die beiden Familien sind gekommen, nicht gleichzeitig, die Kinder haben die Nestchen gesucht und mit viel Freude gefunden. Mit gebührendem Abstand gab es einen kurzen Austausch, bevor sie wieder wegfuhren. Dann war es still. Wir hatten Zeit, genossen die Ruhe und den sonnigen Frühlingstag. Wir sind ja zu zweit, können uns gegenseitig Freude machen mit einem kleinen Apéro, einem guten Zmittag, einem gemütlichen Kaffee auf der Terrasse.

Wir haben es gut. Wir haben die Jungen in der Nähe, haben einen Garten und viele gute Nachbarn. Wir fühlen uns nicht einsam, sind ja gewohnt, zusammen allein zu sein. Die Hilfsbereitschaft und Freundschaftszeichen von allen Seiten beeindrucken uns zutiefst und machen uns sehr dankbar.

Ostern, Fest der Auferstehung und der Hoffnung. Ja, es gibt die Zuversicht, dass diese für viele so belastende Zeit vorübergeht und wir alle wieder im gewohnten Rahmen zusammenleben können. Und es gibt die Hoffnung, dass – vielleicht – ein neues Bewusstsein entsteht dafür, was zählt und wie wenig es braucht, um glücklich zu sein. Wäre das nicht auch Auferstehung?

Marlis Leutwyler, Oberlunkhofen

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