Cherzli 3: Cockpit-Gedanken

Lieber Gottvater, wir sind zusammen im Alltag unterwegs. Ich sitze an meinem Arbeitsplatz, vor mir ist das Lenkrad, seitlich sind die Rückspiegel angebracht.

Meine Aufmerksamkeit gehört meinen Sinnen… dem, was um mich auf diesem Weg passiert. Ich sehe und nehme viele Menschen, Gross und Klein pandemiebedingt mit Maske, wahr. Versuche, mittels Augenkontakt und Blinzeln zu erahnen, wie es den Menschen in dieser belastenden Zeit wohl geht. Die Augen und die Ausdrücke zu lesen. Ich beachte den Schilderwald, nicht den Tannenwald. Die Beleuchtung ist nicht funkelnd, sondern leuchtet rot oder grün, oder sie blinkt orange.

Ich muss zeitbedingt an der Haltestelle warten und erkenne Menschen, jung, alt, bunt, schrill, welche durch ihr Verhalten sich selber oder andere gefährden. Werde ganz ruhig und still. Da kommt mir ein treffender Gedanke in den Sinn: «Lieber Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann – Kraft und Mut, gerade auch in der Vorweihnachtzeit Dinge zu ändern, welche ich ändern kann und soll – und immer wieder (was nicht einfach ist!) die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.»

Ich wünsche uns allen besinnliche Augenblicke.

Urs Bürgi, Oberlunkhofen

2 Gedanken zu „Cherzli 3: Cockpit-Gedanken“

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