Cherzli 23: Fortsetzung

Hinter Türchen 1, liebe*r Leser*in, da hatte ich zur Begrüssung geschrieben: «Ab heute und bis Heiligabend erwartet Sie hier also jeden Tag ein neuer Beitrag von einer lieben Nachbarin oder einem lieben Nachbarn aus dem Kelleramt: eine Erinnerung, eine Geschichte, ein Bericht, eine Musik… Es wird etwas fürs Gemüt, und es wird Ihnen gefallen. Wetten, dass…?»
Ich glaube nicht, dass ich zu viel versprochen habe. Die vielen schönen Rückmeldungen zeigen, dass all den Menschen, die in den letzten drei Wochen auf ihre je eigene, ganz persönliche Weise einen Beitrag zu diesem Adventskalender leisteten, genau das gelungen ist: etwas fürs Gemüt zu schaffen, was gefällt. Ich hoffe, dass wir so mithelfen konnten, auch denjenigen unter Ihnen, die anfangs noch nicht in Adventsstimmung waren, ein paar «Cherzli» zur Seite zu stellen. Manchmal kommt der Appetit ja erst mit dem Essen – und die Feierlaune mit einem Kalender.

In einem Fall trug unser Kalender übrigens besonders zur Feierlaune bei: Unser zwölftes Türchen fand nämlich eine wunderschöne Fortsetzung im «echten» Leben! Hinter jenem Türchen – Sie erinnern sich sicher – berichtete eine Frau und Mutter, dass ihr Ehemann kurz zuvor seine Stelle verloren hatte. Und sie schilderte, mit welchen Gefühlen sie Richtung Weihnachten schaut. Schon am Tag der Veröffentlichung, es war der 3. Advent, sprach mich ein Kirchgänger, der auch ein fleissiger Leser dieses Adventskalenders ist, auf den Beitrag an: Dieser habe ihn sehr berührt. Ob man der betreffenden Familie denn etwas Gutes tun könne? Nun: Keine 24 Stunden später schrieb mir ebendieser Herr, dass er nun im Umfeld seiner kirchlichen «Gspänli» eine Geldsammlung gestartet habe. Ich könne das Geld dann ja einige Tage vor dem Fest an die (anonym gebliebene) Familie übergeben… für ein schöne(re)s Weihnachten! Und genau so haben wir es dann auch gemacht – zur riesigen Freude der so Beschenkten.
Es stimmt also tatsächlich: Manchmal kann ein Kalender zur Feierlaune beitragen.
Und noch etwas anderes zeigt diese Geste: Ein Weihnachtswunder muss nicht «von oben» kommen. Es kann auch ganz und gar menschengemacht sein.

Ich wünsche Ihnen, liebe*r Leser*in, ein gutes Adventsende und viel Vorfreude auf den morgigen ersten Weihnachtstag. Dann erwartet Sie natürlich noch – wen wunderts? – ein besinnlicher Abschluss dieses Adventskalenders. Etwas fürs Gemüt. Es wird Ihnen gefallen.

Reto Studer, Pfarrer reformierte Kirchgemeinde Kelleramt

Ein Gedanke zu “Cherzli 23: Fortsetzung”

  1. Lieber Herr Studer
    Was für eine schöne Geschichte… Weihnachten schon vor Weihnachten (und Ostern gleich dabei?)! Ich wünsche der Familie alles Gute und dem Mann natürlich viel Erfolg und einen guten Geist bei der Stellensuche.
    Herzlich
    Nadine Schwegler

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s