Cherzli 13: Advent, Advent, die Mama rennt…

(Eine Liebeserklärung an die Weihnachtszauberzeit)

Die Adventszeit ist für uns dieses Jahr sehr speziell – und dies ausnahmsweise mal nicht wegen dem weltberühmten Virus. Nein… Wir dürfen dieses Jahr zum ersten Mal mit drei Kindern in den Zauber der Weihnachtszeit eintauchen. Zudem ist es ein Jahr, in dem ich an Weihnachten definitiv nicht arbeite, da ich noch in verlängerter Mamazeit bin.

Jeweils zum 1. Advent zieht bei uns ein Wichtel ein. Unser Wichtel heisst Benno, treibt vielerlei Unfug, und die Kinder sind ihm jeweils beim Aufbau seines Häuschens behilflich. Wichtel kann man leider nie sehen, aber zum Glück schreiben sie Briefe. Benno hat seit kurzem eine Freundin: die Heidi. So, wie es aussieht, werden die beiden wohl bald heiraten und ein Baby bekommen. Damit nächstes Jahr dann auch alle drei Kinder ihren Wichtel haben… Diese Wichtel haben in den vergangenen Jahren sehr an Popularität gewonnen. Und wenn man die strahlenden Kinder sieht, die morgens im Pyjama zu den Häuschen ihrer Wichtel rennen, um zu schauen, was ihr Wichtel in der Nacht gemacht hat, dann weiss man auch wieso!

Die Kinderherzen höher schlagen lässt jeweils auch der Waldsamichlaus in Jonen. Wie jedes Jahr wird dieser vom Familienverein liebevoll organisiert. Selten sehen wir unsere zwei Grossen so still. Und selbst ich muss zugeben: So mitten im Kerzenschein im Wald am Abend macht dieser Samichlaus echt Eindruck. Für uns zaubert er immer ganz tolle Erinnerungen für das Lebensrucksäckchen unserer Kinder. Wir sind dankbar, hat der Samichlaus ein tolles Schutzkonzept ausgearbeitet und durften wir ihn auch dieses Jahr besuchen.

Heiligabend werden wir zu Hause feiern. Beziehungsweise auch «Teilzeit-draussen». Am Nachmittag gehen wir in den Wald und schmücken ein Bäumchen für die Waldtiere. Wie jedes Jahr wünsche ich mir dazu etwas Schnee… Dieses Waldweihnachten ist unsere Familientradition und verbindet unsere Liebe zur Natur mit der christlichen Tradition. Zu Hause haben wir ein kleines Bäumchen, welches die Kinder fürs Christkind schmücken. Meist will der Grosse dann ganz genau wissen, wie das damals alles war mit der Geburt von Jesus. So im Stall ohne Hebamme und Badewanne… Das Wunder der Geburt – das Wunder des Lebens!

Geschenke gibt es für jedes Kind jeweils eines. Dieses Jahr stehen bei uns die Waldorfpuppen hoch im Kurs. Die Kleinste bekommt ein Geburtskettchen. Wir Erwachsenen schenken einander achtsame Momente. Etwas, was auch unter dem Jahr immer wieder empfehlenswert ist.

Am Weihnachtstag werden wir unsere Familien sehen und dieses Jahr wohl auch draussen feiern. Das kommt uns aber sehr entgegen, da wir ganzjährig gerne draussen am Feuer sind und dies auch irgendwie einen ganz speziellen Weihnachtszauber mit sich bringt.

Neben den offiziellen Feiertagen gibt es bei uns im Dezember auch noch drei Geburtstage zu feiern, was diese Zeit natürlich etwas stressig werden lässt. Der Geburtstag der Mittleren wird ausgiebig zelebriert. Derjenige von Opa und meiner hingegen treten mehr und mehr in den Hintergrund, da wir ihnen zurzeit einfach weniger Bedeutung zusprechen. So verschieben sich die Prioritäten…

Der Dezember lässt mich seit klein auf eine wohlige Wärme spüren – voller Geborgenheit und Anmut. Dieses Eintauchen und Wahrnehmen von Wundern möchte ich unseren Kindern mit auf den Weg geben. Weihnachten im Herzen, nicht im Geschenkpapier unter dem Baum.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen Adventstage, die warme Erinnerungen zaubern. Dass Sie sich tragende Momente gönnen und mit allen Sinnen in den Genuss eintauchen. Dass Sie Erwartungen bedenkenlos ziehen lassen und herzensnahe Begegnungen erleben dürfen. Und dass Sie zwischendurch auch einfach mal ganz bei sich sein können.

Caroline Müri, Jonen

Ein Gedanke zu “Cherzli 13: Advent, Advent, die Mama rennt…”

  1. Och, das ist ja herzallerliebst, liebe Frau Müri! Ihre Gelassenheit finde ich beeindruckend. So klingt das nach einem wunderschönen, warmen Advent für die ganze Familie (inklusive Benno und Heidi). Danke, dass Sie uns daran teilhaben lassen. Freundliche Grüsse, Simone Meier

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